Lachseeschwalbe

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Regenpfeiferartige
  • Familie: Seeschwalben
  • Art: Lachseeschwalbe (Gelochelidon nilotica)

 

Aussehen: Die Lachseeschwalbe wird etwa 38 cm groß. Im Brutkleid ist die Oberseite hellgrau, Bauch und Brust sind weiß gefärbt. Oberkopf und Nacken sowie der recht kurze Schnabel sind einfarbig schwarz. Im Schlichtkleid ist die Stirn weiß gefärbt. Es besteht kein Unterschied im Aussehen zwischen Männchen und Weibchen.

Verhalten: Sie ist zur Brutzeit gesellig und in Kolonien (meist zusammen mit anderen Seeschwalben) anzutreffen. Dem Menschen gegenüber ist sie scheu und störungsempfindlich.

Rufe: Die Rufe ähneln einem nasalen "kä-wick", bei Störung warnt sie "käwi-käwi-käwi".

Lebensraum: Die Lachseeschwalbe lebt bevorzugt an Küsten oder Flussmündungen mit angrenzendem Feucht- und Grünland.

Nahrung: Sie ernährt sich von Würmern, Insekten, Krebstieren, Mäusen und Amphibien. Im Gegensatz zu anderen Seeschwalbenarten spielt Fisch eine eher untergeordnete Rolle.

Brut: Das Nest besteht aus einer Bodenmulde, in welche 1 bis 3 Eier gelegt werden. Diese werden anschließend von beiden Partnern 22 bis 23 Tage lang bebrütet.

Sonstiges: Als Langstreckenzieher überwintert sie im tropischen Afrika und ist ab April wieder im Brutgebiet anzutreffen.

Bestand: Die Lachseeschwalbe ist in Deutschland eine extrem seltene und bedrohte Vogelart. Es gibt nur noch eine nennenswerte Kolonie (die letzte in ganz Mitteleuropa!), in der mittlerweile weniger als 50 Brutpaare ums Überleben der Art kämpfen. Die Lachseeschwalbe ist gesetzlich geschützt.

 
Lachseeschwalbe auf Nahrungssuche                                                                 Lachseeschwalbe im Flug             




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 Status Rote Liste Deutschland:

Kategorie 1 / vom Aussterben bedroht