Raubseeschwalbe

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Regenpfeiferartige
  • Familie: Seeschwalben
  • Art: Raubseeschwalbe (Hydroprogne caspia)

 

Aussehen: Die Raubseeschwalbe erreicht eine Größe von 48 bis 55 cm und ist damit die größte Seeschwalbenart weltweit. Im Prachtkleid hat sie eine schwarze Kappe und hellgraue Flügeldecken, Bauch und Brust sind weiß gefärbt. Charakteristisch ist der sehr kräftige, leuchtend rot gefärbte Schnabel mit dunkler Spitze. Im Schlichtkleid ist die Kopfzeichnung etwas verwaschen, der Vorderscheitel ist gestrichelt. Es besteht kein Unterschied im Aussehen zwischen Männchen und Weibchen.

Verhalten: Sie sind auch zur Brutzeit gesellig und recht häufig in Kolonien anzutreffen. Die langsamen Flügelschläge erinnern mehr an eine Möwe als eine Seeschwalbe.

Rufe: Die tiefen, scharfen Rufe ähneln einem rauen "krreähk" und sind meist im Flug zu hören.

Lebensraum: Die Raubseeschwalbe lebt an der Küste und an größeren Binnengewässern mit ungestörten, sandigen Strandabschnitten.

Nahrung: Sie ernährt sich hauptsächlich von Fischen, die oft im Rüttelflug erspäht und durch anschließendes Stoßtauchen erbeutet werden. Seltener werden auch Jungvögel anderer Seevögel gefressen.

Brut: Das Nest wird gerne an Stränden und Verlandungszonen in Küstennähe errichtet. Es besteht aus einer Bodenmulde, welche mit Pflanzenmaterial ausgepolstert wird. Die 2 bis 3 Eier werden von beiden Partnern 21 bis 22 Tage lang bebrütet.

Sonstiges: Sie kann ein Alter von über 20 Jahren erreichen. Als Zugvogel überwintert sie an den westlichen Küsten Afrikas und am Mittelmeer.

Bestand: Die Raubseeschwalbe ist in Deutschland ein sehr seltener Brutvogel, der nur noch an der Ostseeküste bei Rügen brütet, ansonsten sind alle Vorkommen erloschen. Nur als Durchzügler ist sie manchmal neben der Ostsee auch im Binnenland zu sehen.

 
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 Status Rote Liste Deutschland:

Kategorie 1 / vom Aussterben bedroht