Feldschwirl (Locustella naevia)

Systematik:

-> Klasse: Vögel (Aves)

-> Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)

-> Unterordnung: Singvögel (Passeri)

-> Familie: Zweigsänger (Sylviidae)

-> Art: Feldschwirl (Locustella naevia)



singender Feldschwirl im Schilf


Feldschwirl auf Singwarte

Status Rote Liste Deutschland:

Kategorie 3 / gefährdet

Steckbrief:

Aussehen

Der Feldschwirl wird 12 bis 13 cm groß. Die Körperoberseite ist bräunlich mit dunkler Strichelung, die Unterseite ist gelblich bis weiß und die Beine sind rotbräunlich. Die Brust ist bräunlich gefärbt, z.T. leicht gestrichelt und die Kehle weiß. Es besteht kein Unterschied im Aussehen zwischen Männchen und Weibchen.

Verhalten

Er ist sehr scheu und lebt versteckt in dichter Vegetation. Er ist zur Brutzeit territorial, die Männchen siedeln aber gerne im Hörbereich der Artgenossen.

Gesang / Rufe

Beim Feldschwirl handelt es sich überwiegend um einen Dämmerungssänger. Der Gesang des Männchens ist aber auch am Tag und in der Nacht zu hören und ähnelt einem heuschreckenartigen "tsirrr....". Der Gesangsvortrag kann bis zu 10 Minuten ohne Unterbrechung betragen.

Lebensraum

Der Feldschwirl kommt in offenen Landschaften, Sümpfen, Heiden und Feuchtwiesen vor. Wichtig ist, dass eine ausreichend hohe und dichte Krautschicht und Singwarten wie Büsche oder kleine Bäume vorhanden sind. Ungeeignet sind reine Schilfbestände.

Nahrung

Die Nahrung setzt sich aus kleinen bis mittelgroßen Insekten, deren Larven und Spinnen zusammen.

Brut

Das napfförmige Nest aus Halmen und Laub wird am Boden errichtet und in dichter Vegetation versteckt. Die durchschnittlich 5 bis 6 Eier werden 12 bis 15 Tage lang von beiden Partnern bebrütet.

Sonstiges / Zugverhalten

Als Langstreckenzieher überwintert er in Afrika und ist bei uns ab Mai anzutreffen.

Bestand

Der Feldschwirl steht in Deutschland auf der Roten Liste in der Kategorie gefährdet. Die Bestände nehmen auf Grund der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung und der damit verbundenen Lebensraumzerstörung ab.