Fichtenkreuzschnabel

 

 

Aussehen: Der Fichtenkreuzschnabel wird etwa 15 bis 17 cm groß. Das Männchen ist orange bis rötlich gefärbt mit dunkelbraunen Flügeldecken. Das Gefieder des Weibchens ist graubräunlich mit gelbgrünlicher Zeichnung v.a. an Brust, Rücken und Bürzel. Die Schnabelspitzen sind gekreuzt.

Verhalten: Er ist auch zur Brutzeit wenig territorial, außerhalb dieser ist er auch in größeren Trupps anzutreffen.

Gesang: Die Rufe ähneln einem harten, metallischen "gip-gip-gip". Der abwechslungsreiche Gesang besteht z.T. aus schnurrenden und nasalen Lauten, wobei oft der Ruf miteingebunden wird.

Lebensraum: Der Fichtenkreuzschnabel lebt bevorzugt in den Nadelwäldern der Alpen und der Mittelgebirge, nur selten ist er auch in Fichtenwäldern im Flachland anzutreffen.

Nahrung: Die Nahrung besteht v.a. aus den Samen der Fichte und anderen Nadelbaumarten. Der überkreuzte Schnabel ist perfekt für das Öffnen der Zapfen dieser Nadelgehölze geeignet. Ergänzugsweise werden auch Beeren oder Insekten gefressen.

Brut: Die Brut findet meist ohne Rücksicht auf äußere Witterungsverhältnisse in den Spätwintermonaten statt, da hier die Zapfen der Nadelbäume reifen. Das Nest aus Zweigen, Gräsern und Moos wird mit weichem Pflanzenmaterial ausgepolstert. Das Weibchen bebrütet die 2 bis 4 Eier über einen Zeitraum von 14 bis 16 Tagen und wird währenddessen vom Männchen gefüttert.

Sonstiges: Es kann innerhalb und außerhalb seines Verbreitungsgebietes immer wieder zu größeren Invasionen kommen, welche u.a. mit der Ernte der Fichtenzapfen zusammenhängen.

Bestand: Der Fichtenkreuzschnabel ist in Deutschland nicht gefährdet, seine Bestände gelten als weitgehend stabil.

 

 

    Männchen                                                                                               Weibchen auf Nahrungssuche

 

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