Fischadler

 

 

Aussehen: Der Fischadler wird etwa 50 bis 65 cm groß und erreicht eine Spannweite von bis zu 170 cm, das Weibchen ist etwas größer als das Männchen. Das Gefieder auf der Oberseite ist dunkelbraun gefärbt, die Unterseite ist weiß mit einem dunklen Band auf der Brust. Der Kopf ist ebenfalls weiß mit einem braunen Augenstreif, der kräftige Schnabel ist schwarz gefärbt mit grauem Ansatz.

Verhalten: Vor allem zur Brutzeit ist er territorial gegenüber Artgenossen und verteidigt die Umgebung seines Horstes.

Rufe: Die Rufe ähneln einem kurzen, lauten "pjiip". Bei Störung ist ein scharfes "kju-kju-kju" zu hören.

Lebensraum: Der Fischadler lebt bevorzugt an größeren Binnengewässern, wie Seen und breiten Flüssen und an der Küste. Wichtig bei der Besiedlung des Lebensraums ist ein ausreichendes Nahrungsangebot.

Nahrung: Er ernährt sich fast ausschließlich von Fischen bis mittlerer Größe, nur sehr selten werden auch andere im Wasser lebende Tiere erbeutet. Gejagt wird v.a. im Rüttelflug und anschließendem Greifen der Beute mit ausgestreckten Füßen.

Brut: Der Horst aus Ästen und Graspolsterung wird an Felswänden, auf Bäumen oder künstlichen Bauwerken, wie z.B. Strommasten, errichtet. Die durchschnittlich 2 bis 3 Eier werden 38 bis 41 Tage lang vom Weibchen bebrütet.

Sonstiges: Als Zugvogel überwintert er im tropischen Afrika und kehrt ab Ende März / April wieder ins Brutgebiet zurück. Er kann ein Alter von über 20 Jahren erreichen.

Bestand: Der Fischadler steht in Deutschland auf der Roten Liste in der Kategorie "gefährdet". Durch menschliche Verfolgung und den Einsatz von Pestiziden erlitt er starke Bestandseinbußen in den 1950er- bis 1970er-Jahren. Erst seit den letzten Jahren nehmen die deutschen Bestände wieder zu.

 

 

<- adulter Fischadler im Flug ->

 

 

zurück zur Ordnung "Greifvögel"