Girlitz

 

 

Aussehen: Der Girlitz erreicht eine Größe von 11 bis 12 cm und ist damit die kleinste einheimische Finkenart. Das Männchen hat ein gelbes, mit dunklen Streifen durchzogenes Gefieder. Das Weibchen ist blasser gefärbt, es hat kein gelb an Stirn, Kehle und Brust. Sein Gefieder ist weiß-dunkel gestreift.

Verhalten: Außerhalb der Brutzeit, in der sie territorial sind, sind Girlitze gesellig und bilden im Winter größere Schwärme, oft auch mit anderen Finkenarten zusammen.

Gesang: Der Gesang ist hoch und klirrend. Er wird oft von Baumwipfeln aus vorgetragen, manchmal sogar im Flug. Die Rufe sind ebenfalls hoch und klingen wie ein "tirillit".

Lebensraum: Der Girlitz lebt bevorzugt in offenen Landschaften mit genügend Versteckmöglichkeiten, wie Büsche und Bäume. Auch in Siedlungsnähe kann man ihn z.B. in Parks oder Gärten beobachten.

Nahrung: Sämereien, Insekten und Knospen stellen den Hauptteil der Nahrung dar.

Brut: Das Nest aus Halmen, Würzelchen, Gräsern, Kräutern und Moos wird meist in Bäumen oder dichtem Gebüsch errichtet. Die 3 bis 5 Eier werden ausschließlich vom Weibchen 12 bis 14 Tage lang bebrütet. Es wird während der Brut vom Männchen gefüttert.

Sonstiges: Bei uns sind Girlitze Teilzieher, d.h. ein Teil der Population zieht im Winter nach Süd- und Westeuropa oder Nordafrika, während der andere Teil bei uns überwintert.

Bestand: Der Girlitz ist in Deutschland nicht gefährdet, die Bestände bei uns sind stabil und nehmen teilweise sogar zu.

 

 

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