Kampfläufer

 

 

Aussehen: Das Männchen (Bild oben) wird mit bis zu 32 cm deutlich größer als das Weibchen (Bild unten) mit 20 bis 25 cm. Im Schlichtkleid sind beide Geschlechter annähernd gleich gefärbt: Am Rücken bräunlich mit kontrastreicher, schuppenartiger Zeichnung und am Bauch einfarbig grau bis hellgrau. Im Prachtkleid sind die Männchen äußerst auffällig und unverwechselbar gefärbt. Je nach Individuum hat das Männchen einen weißen oder bräunlichen Federkragen und rotbräunliche Federn auf dem Rücken. Das Weibchen bleibt auch im Brutkleid unauffällig gefärbt.

Verhalten: Außerhalb der Brutzeit sind sie gesellig und in größeren Gruppen anzutreffen. Ab der Balzzeit werden jedoch v.a. die Männchen territorial und kämpfen gegeneinander.

Rufe: Nur selten geben sie Laute von sich, am ehesten sind Rufe zu hören, die einem "wik-wik-wik" ähneln.

Lebensraum: Der Kampfläufer lebt v.a. an der Küste und in unmittelbarer Wassernähe. Im Binnenland, wo er sich gerne an Tümpeln und Feuchtwiesen aufhält, ist er zumeist während der Zugzeit anzutreffen.

Nahrung: Er ernährt sich von vorwiegend von Insekten, kleinen Krebstieren, Muscheln und Würmern.

Brut: Bei der auffälligen Balz kämpfen (=> Name) mehrere Männchen um Reviere und Weibchen, die dabei zusehen. Das Nest besteht aus einer mit Pflanzenteilen ausgepolsterten Erdmulde. Die durchschnittlich 4 Eier werden vom Weibchen alleine 20 bis 23 Tage lang bebrütet.

Sonstiges: Sie sind Langstreckenzieher und verbringen den Winter in Afrika, Südasien oder am Mittelmeer.

Bestand: Der Kampfläufer ist in Deutschland vom Aussterben bedroht und deswegen gesetzlich geschützt. Grund für die nur noch niedrigen Bestände ist v.a. die Zerstörung des natürlichen Lebensraums.

 

 

  Kampfläufer im Schlichtkleid                                                             Kampfläufer auf Nahrungssuche

 

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