Mehlschwalbe

 

 

Aussehen: Die Mehlschwalbe wird 13 bis 14 cm groß. Das Gefieder an Rücken, Flügeloberseiten, Nacken und Kopf ist schwarz, in der Sonne blau schillernd. Die Schwanzfedern sind ebenfalls schwarz, ein charakteristisches Merkmal ist der weiße Bürzel, der besonders im Flug gut erkennbar ist. Der Schwanz ist schwächer gegabelt als bei der Rauchschwalbe. Bauch, Brust und Kehle sind weiß. Es besteht kein Unterschied im Aussehen zwischen Männchen und Weibchen.

Verhalten: Sie ist auch zur Brutzeit gesellig und brütet gerne in Kolonien. Sie kommt häufig in direkter Menschennähe vor.

Gesang: Die Rufe ähneln oft einem "prrrt", der zwitschernde Gesang ist recht unauffällig und nicht sehr abwechslungsreich.

Lebensraum: Die Mehlschwalbe lebt hauptsächlich in Städten und Dörfern, ist jedoch auch in Steinbrüchen oder im Gebirge anzutreffen, wo sie ursprünglich (vor der Besiedlung von Städten) brütete.

Nahrung: Sie ernährt sich von kleinen Insekten, die im Flug gefangen werden.

Brut: Das Nest aus Lehm wird meist an Gebäudewänden unter dem Dach oder an Felsen gebaut. Die 3 bis 5 Eier werden von beiden Partnern 14 bis 16 Tage lang bebrütet. Es kommt häufig zu Zweit-, manchmal auch zu Drittbruten in einem Jahr.

Sonstiges: Als Langstreckenzieher überwintert sie in Afrika südlich der Sahara, in der Regel ist sie ab April wieder im Brutgebiet anzutreffen.

Bestand: Die Mehlschwalbe steht in Deutschland auf der Roten Liste in der Kategorie gefährdet und ist auf Grund ihrer Abhängigkeit vom Menschen gesetzlich geschützt! Es ist somit verboten, Nester zu entfernen oder zu zerstören, da dies neben dem Einsatz von Pestiziden ein wichtiger Grund für die Bestandsrückgänge der letzten Jahre ist.

 

 

                                    2 Mehlschwalben beim Sammeln von Lehm zum Nestbau                                                                            Mehlschwalbe im Flug                               

 

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