Nachtreiher

 

 

Aussehen: Der Nachtreiher wird 58 bis 65 cm groß. Das Federkleid der adulten Vögel ist weiß, grau und schwarz gefärbt. Am Nacken haben sie eine aus langen Federn bestehende Federhaube. Die beiden Geschlechter unterscheiden sich im Äußeren nur gering. Die Jungtiere (Bild) behalten das braun-weiß gestreifte Jugendgefieder 3 Jahre lang.

Verhalten: Sie sind das ganze Jahr über gesellig gegenüber Artgenossen und anderen Reiherarten.

Rufe: Der raue, oft heiser klingende Ruf ähnelt einem "quak".

Lebensraum: Nachtreiher leben an flachen Sümpfen, bewachsenen Seeufern und an breiteren Flüssen.

Nahrung: Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Würmern und kleineren Fischen. Wie der Name sagt, suchen sie diese oft in der Dämmerung oder nachts.

Brut: Das Nest besteht aus Zweigen, Wurzeln und Gras und wird meist in Bäumen errichtet. Die durchschnittlich 3 bis 5 Eier werden abwechselnd von Männchen und Weibchen 22 bis 25 Tage lang bebrütet.

Sonstiges: Sie leben in Monogamie und verwenden oft alte Nester aus dem Vorjahr wieder (werden aufgebessert).

Bestand: Der Nachtreiher ist in Deutschland ein sehr seltener Vogel und steht auf der Roten Liste unter dem Status stark gefährdet. Gerade die Bestände im 18. und 19. Jahrhundert waren durch Bejagung gefährdet.

 

 

 

   

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