Neuntöter

 

 

Aussehen: Der Neuntöter wird 17 bis 18 cm groß. Das Männchen (Bild oben) hat am Rücken ein rotbräunliches Gefieder, der Bauch ist hell mit leicht bräunlichem Stich. Am grauen Kopf ist ein gut erkennbarer schwarzer Augenstreif. Das Weibchen (Bild unten) ist unauffälliger gefärbt, der Rücken ist ähnlich wie beim Männchen rotbräunlich, jedoch etwas dunkler. Der Bauch ist hell mit brauner Musterung.

Verhalten: Er ist v.a. zur Brutzeit territorial gegenüber Artgenossen. Oft sieht man ihn auf Warten sitzen, bei Aufregung sind meist drehende Schwanzbewegungen zu beobachten.

Gesang: Die Rufe ähneln meist einem "wäw" oder "tschäk". Der selten zu hörende Gesang klingt leise schwätzend und kann Imitationen enthalten.

Lebensraum: Der Neuntöter lebt in Heidegebieten, Kulturlandschaften, Mooren und an Waldrändern. Wichtig ist ein ausreichendes Vorkommen von Hecken oder Dornengebüsch.

Nahrung: Er jagt von einer Warte aus Insekten, seltener auch Mäuse oder Eidechsen. Überschüssige Beute wird als Vorrat auf Dornen von Hecken aufgespießt.

Brut: Das napfförmige Nest aus Gräsern und Zweigen wird in dornigem Gebüsch errichtet. Die 5 bis 6 Eier werden 14 bis 16 Tage lang vom Weibchen bebrütet, welches während der Brutzeit vom Männchen versorgt wird.

Sonstiges: Als Langstreckenzieher überwintert er in den Savannen Afrikas meist südlich des Äquators.

Bestand: Der Neuntöter ist in Deutschland nicht gefährdet. Die Bestandszahlen sind weitgehend stabil.

 

   

                                                                               <- Jungvogel ->                                                                                                                        auffliegendes Männchen                                               

 

zurück zur Ordnung "Sperlingsvögel"