Odinshühnchen

 

 

Aussehen: Im Brutkleid hat das Männchen einen graubräunlichen Rücken, einen weißen Bauch, sowie eine weiße Kehle und dunkelorangfarbene Halsseiten. Beim Weibchen ist der Rücken grau und die Halsseiten orang-rot gefärbt. Im Schlichtkleid haben beide Geschlechter ein hellgrau gemusterten Rücken, eine weiße Unterseite, sowie eine schwarz-weiße Gesichtsseite. Das Odinshühnchen wird 18 bis 19 cm groß.

Verhalten: Außerhalb der Brutzeit sind sie gesellig. Oft sind sie dem Menschen gegenüber weniger scheu als andere Watvögel. Das Weibchen ist bei der Brut für die Revierverteidigung zuständig.

Rufe: Die kurzen Rufe ähneln einem "kett" oder "kerek".

Lebensraum: Das Odinshühnchen brütet im Norden Skandinaviens, wo es sowohl an Gewässern im Landesinneren, als auch in Küstennähe anzutreffen ist. In Deutschland ist es ein seltener Durchzügler und am ehesten an der Nordseeküste zu beobachten.

Nahrung: Die Nahrung setzt sich aus Insekten und Larven, sowie zu geringeren Anteilen aus Würmern, Spinnen und pflanzlicher Kost zusammen. Bei der Nahrungssuche schwimmt es schnell und kreiselnd auf dem Wasser.

Brut: Anders als bei den meisten anderen Vogelarten balzt das Weibchen und sucht sich ein Männchen aus. Das Nest besteht aus einer mit Pflanzenteilen ausgekleideten Bodenmulde und wird meist in Ufernähe angelegt. Die 3 bis 4 Eier werden hauptsächlich vom Männchen 19 bis 20 Tage lang bebrütet.

Sonstiges: Als Zugvogel überwintert es in Südostasien.

Bestand: Das Odinshühnchen ist in Deutschland kein Brutvogel. Es gilt als eine Art, die durch den Klimawandel in ihrer Verbreitung stark eingeschränkt werden wird.

 

zurück zur Ordnung „Watvögel“