Raubwürger

 

 

Aussehen: Der Raubwürger wird etwa 24 bis 25 cm groß und ist damit die größte einheimische Würgerart. Das Gefieder am Bauch ist hellgrau und am Rücken grau mit schwarzen Flügeldecken, die ein kleines weißes Flügelfeld beinhalten. Die Schwanzfedern sind schwarz und der Schnabel dunkelgrau mit einem Haken an der Spitze. Auffallend ist der schwarze Augenstreif. Es besteht kein nennenswerter Unterschied im Aussehen zwischen beiden Geschlechtern.

Verhalten: Er sitzt gerne auf exponierten Warten. Während des gesamten Jahres ist er territorial und verteidigt sein Revier gegenüber Artgenossen.

Gesang: Der Gesang besteht aus Wiederholungen rauer und wohltönender Laute. Die Rufe ähneln meist einem "wääd" oder einem "schrie".

Lebensraum: Der Raubwürger lebt bevorzugt in Moor- und Heidelandschaften. Auch in Obstgärten oder Heckenlandschaften ist er anzutreffen. Bei uns ist er hauptsächlich als Wintergast zu beobachten.

Nahrung: Die Nahrung besteht v.a. aus Insekten, Mäusen und kleinen Vögeln. Diese werden von einer Warte aus gejagt, manchmal auch im Rüttelflug. Die überschüssige Nahrung wird als Vorrat auf Dornen aufgespießt.

Brut: Das Nest befindet sich in höheren Büschen oder Bäumen und besteht aus Pflanzenmaterial. Es wird z.B. mit Federn und Gräsern ausgepolstert. Die 4 bis 7 Eier werden 15 bis 17 Tage lang vom Weibchen bebrütet, welches in dieser Zeit vom Männchen versorgt wird.

Bestand: Der Raubwürger ist in Deutschland stark gefährdet. Hauptgrund für die Bestandsrückgänge in der letzten Zeit ist die Zerstörung des natürlichen Lebensraums.

 

   

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