Rohrammer

 

 

Aussehen: Die Rohrammer wird etwa 15 bis 16 cm groß. Das Männchen (Bild oben) hat im Prachtkleid einen komplett schwarzen Kopf und eine schwarze Kehle. Die Unterseite ist hell mit dunkler Strichelung und die Oberseite braun gestreift. Charakteristisch ist auch das weiße Nackenband. Im Schlichtkleid sind die Zeichnungen schwächer und weniger kontrastreich. Das Weibchen (Bild unten) ist bräunlich gestreift, es hat einen hellen Streifen oberhalb und unterhalb des Auges.

Verhalten: Außerhalb der Brutzeit sind sie oft in kleineren Trupps anzutreffen.

Gesang: Die Rufe ähneln einem "zieh", der Gesang des Männchens besteht aus Variationen von langsamen, holprig klingenden Tönen.

Lebensraum: Die Rohrammer lebt bevorzugt in Feuchtgebieten, Sümpfen und an Seeufern mit ausreichendem Schilfbestand. Zur Zugzeit ist sie auch auf abgeernteten Feldern anzutreffen.

Nahrung: Sie ernährt sich vorzugsweise von Insekten, Schnecken, Würmern und Sämereien.

Brut: Das napfförmige Nest aus Gräsern, Seggen und Moos wird in dichter Vegetation versteckt errichtet. Die 4 bis 6 Eier werden vom Weibchen alleine 12 bis 14 Tage lang bebrütet.

Sonstiges: Die Rohrammer ist ein Teilzieher, d.h. einige Populationen überwintern bei uns in Mitteleuropa, während der Rest im Winter nach Süd- und Westeuropa zieht.

Bestand: Die Rohrammer ist in Deutschland nicht gefährdet. Dennoch stellt die Lebensraumzerstörung eine zunehmde Gefahr für die Art dar.

 

   

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