Temminckstrandläufer

 

 

Aussehen: Der Temminckstrandläufer wird 13 bis 15 cm groß. Im Prachtkleid ist das Gefieder am Bauch weiß, die Brust gräulich und der Rücken ist graubraun mit dunklen Flecken. Die Beine sind im Gegensatz zum ähnlichen Zwergstrandläufer bräunlich und der Körper wirkt länglicher. Im Schlichtkleid ist die Zeichnung etwas heller und schwächer kontrastiert. Es besteht kein Unterschied im Aussehen zwischen beiden Geschlechtern.

Verhalten: Er ist zur Zugzeit oft in kleinen Trupps anzutreffen. Insgesamt verhält er sich recht unauffällig.

Rufe: Die hohen Rufe ähneln einem "tirrr", zur Balz ist ein rasches, zwitscherndes "tititi..." zu hören.

Lebensraum: Der Temminckstrandläufer lebt zur Brutzeit in der arktischen Tundra, zur Zugzeit ist er v.a. auf wenig bewachsenen Schlickflächen anzutreffen.

Nahrung: Er ernährt sich hauptsächlich von Insekten, Würmern und anderen Wirbellosen.

Brut: Das Nest besteht aus einer Bodenmulde, in welche das Weibchen 3 bis 4 Eier legt, die ca. 19 bis 22 Tage lang bebrütet werden. Zum Teil verpaaren sich Weibchen mit 2 Männchen, wobei das erste Männchen für die Bebrütung des ersten Geleges und das Weibchen für die des zweiten Geleges zuständig ist.

Sonstiges: Als Langstreckenzieher überwintert er am Mittelmeer oder in Afrika und ist bei uns zu den Zugzeiten im Mai und Juni sowie von August bis Oktober verstärkt zu beobachten.

Bestand: Der Temminckstrandläufer ist in Deutschland kein Brutvogel, sondern nur ein regelmäßiger Durchzügler. Er gilt auf sein gesamtes Verbreitungsgebiet bezogen als eine Art, die vom Klimawandel stark betroffen sein wird.

 

   

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